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Ahnengalerie

 

 

 Meine Harley´s,   Papa´s ganzer Stolz 

Nachdem ich Anno Domini 1986 meine "Höher-, Weiter-, Schneller-Phase" endgültig abgeschlossen hatte. Zugegebener Maßen bedurfte es erst einer "Fastfrontalbegegnung" mit einem Linienbus damit die Gedanken anfingen andere Kreise zu ziehen, kaufte ich meine erste Harley-Davidson. Kein Motorrad mehr zu fahren, währe für mich nicht infrage gekommen und so fiel die Entscheidung auf ein Bike, das damals nur von spezielle Typen gefahren wurde. Zahnärzte, Architekten und Rechtsanwälte hatten diese Marke als sogenannte Rubbi´s noch nicht für sich entdeckt.

 

FXE 1200, Super Glide, Baujahr 1975

Die ersten drei Bilder zeigen meine Nummer 1 so wie sie aussah, als sie aus Santa Fe, New Mexico kam. 

Zum dem Zeitpunkt (1986) wusste ich nicht, dass der amerikanische Vorbesitzer 4 Daumen oder 4 Füße gehabt haben muss und demzufolge einiges vermurkst hatte, was ich erst über die Jahre entdecken und sukzessive reparieren konnte. Wenn einem sonntags, nachmittags bei strömenden Regen auf dem platten Ostfriesen-Land in der Nähe von Wittmund der Zahnriemen des Primärantriebes reist und Du noch 20km bis zum Hotel hast, keinen Ersatz und auch keine Möglichkeit der Reparatur, dann kommt schon eine gewisse Aggression hoch, besonders postum wenn du dann feststellst, dass die Ursache ein falsch herum genieteter Kupplungsnabenbelag war, der den Kupplungskorb anraspelte bis jegliches Spiel aufgebraucht war und der Anlasserkranz den Zahnriemen ergriff und zerfetzte.

FXE 1340, Super Glide, Baujahr 1981
Dieses Bild zeigt die FXE in dem Zustand in dem sie mein Freund damals erworben hatte. Ich habe dieses Motorrad trauriger Weise von ihm geerbt, da er am 19.08.2002 nach langer, schwerer Krankheit verstorben war.

Es handelt sich also auch um eine FXE Super Glide, allerdings mit ein paar Modifikationen (Keihin- statt Bendix-Vergaser, Elektronik- statt Kontaktzündung usw.) und qualitativen Verbesserungen und 1340 ccm statt 1200 ccm. 

Zum dem Zeitpunkt war Harley Davidson wieder Harley Davidson und die Phase "AME" war endgültig vorbei. Zu den AME-Zeiten war man ja auf Sparkurs, um mit der Marke wieder in die Gewinnzone zu kommen. Dies ging leider auch zu lasten der Qualität.

 

 

 

 

 

 

Matthias Trier, Diplom-Ingenieur der Allgemeinen Elektrotechnik, Technischer Betriebswirt und Privat dozent an der Rheinischen Fachhochschule Köln (RFH), sowie an der Europäischen Fachhochschule Brühl (EUFH)